15.01.2011 - Hinteralm [Skitour]

Für heute hatten wir uns ein südseitig ausgerichtetes Ziel ausgesucht, da wir zum Einen gerne in der Sonne unterwegs gewesen wären und zum Anderen lebhafter Wind aus Nordwesten angekündigt war, dem wir gerne ausgewichen wären. Unsere Wahl fiel auf das Tourengebiet Rettenbachalm in Bad Ischl, von wo aus mehrere, schöne Ziele erreichbar sind und von denen uns auch bereits einige bekannt sind. Tatsächlich waren wir dort auch bereits mehrmals mit Schneeschuhen und natürlich auch mit normalem Schuhwerk unterwegs gewesen, bisher allerdings noch nie auf Skiern.
Wir fanden uns am späteren Vormittag am gut besuchten, aber nicht überfüllten Parkplatz ein und staunten bereits während der Anfahrt über die üppige Schneelage im Salzkammergut. Weniger gefiel uns hingegen das doch recht ungemütliche Wetter. Dichte Bewölkung, Minusgrade, sowie ein, anhand der Wolken erkennbarer, nicht unbeträchtlicher Wind in höheren Lagen, entsprachen nicht unbedingt der ZAMG-Prognose.
Während des Aufstieges war es zwar weiterhin kalt, der Wind hielt sich aufgrund der südseitigen Exposition aber immerhin in Grenzen. Spätestens ab den Wurzerhütten, die derzeit praktisch bis auf Dachhöhe eingeschneit sind, erreichte uns jedoch der eiskalte Wind. Unser Plan war gewesen, bis zum Rotkogel aufzusteigen, da die Abfahrt von dort nett ausgesehen und wir dessen Gipfel bisher noch nie besucht hatten. Wind und Kälte raubten uns jedoch den letzten Spaß und wir bauten bereits im Bereich der Hinteralm um, von wo wir abfuhren. Die Schneeverhältnisse waren toll, nämlich dicker Pulverschnee und trotz unangenehmer Witterung war es eine schöne Abfahrt. Bestenfalls hätte diese zwar von weiter oben und v.a. bei Sonnenschein stattgefunden, für uns persönlich war es jedoch die richtige Entscheidung gewesen, vorzeitig umzukehren.
Insgesamt war es zwar eine recht frostige, schneemäßig aber feine Tour. Trotz Umkehr absolvierten wir auch immerhin 700Hm und 13Km Wegstrecke (wenn auch aufgrund eines längeren Umweges auf der Forststraße) und wir konnten uns auch davon überzeugen, dass im nördlichen Salzkammergut derzeit absolut skitourentaugliche Verhältnisse vorherrschen, nämlich auch ab tieferen Lagen.






12.01.2012 - Steinerspitz [Skitour]

Wegen vorübergehend schönen Wetters machten wir uns am späten Vormittag auf ins Stodertal. Wir fanden uns am Parkplatz bei der Bärenalm ein, der mittlerweile übrigens Gebührenpflichtig ist (€ 2,- für >4h). Da unser heutiges Ziel nicht besonders zeitintensiv war, begnügten wir uns mit dieser Mindestgebühr (es gibt zudem einen Tages-, sowie auch einen Wochentarif, o.ä.).
Wir folgten der bereits angelegten Spur rechts des Parkplatzes, die jedoch früh über die geräumte Straße führte, weshalb es wohl nicht ratsam ist, auf diesem Weg abzufahren. Es zeigte sich rasch, dass die Schneeverhältnisse etwas kompliziert waren, denn v.a. weiter unten fand man überwiegend Eis, Harsch und schweren Schnee mit Deckel. Je höher wir jedoch kamen, umso sympathischer wurde die Schneebeschaffenheit.
Über die Schafferreith folgten wir der Spur zur ehemaligen Bergstation und von dort hinüber zum Steinerspitz, den wir nach gut 1h Gehzeit erreichten. Auf der kleinen Lichtung legten wir eine gemütliche Pause in der Sonne ein und freuten uns bereits auf die folgende Abfahrt. Wie sich zuletzt gezeigt hatte, würden wir sogar einige Hm in ordentlichem Schnee abfahren können.
Wir hielten uns bei der Bergstation rechts und führen über die Himbeerlucke ab, wo erst wenig abgefahren worden war und wir sogar eigene Spuren in den Pulverhang ziehen konnten. Dies war ganz locker die beste Abfahrt der heurigen Saison und es dürfte ruhig öfter solche Verhältnisse geben.
Weiter unten wechselten wir auf die Forststraße, die wir links haltend hinabrutschten, woraufhin wir unsere Aufstiegsspur erreichten und dem zerfahrenen, gefrorenen Weg durch den Wald folgten. Zuletzt, und bereits knapp oberhalb des Parkplatzes, hielten wir uns rechts und landeten nach dem geländemäßig schönen Abschlusshang, der heute mit schwerem Schnee und Deckel ausgestattet war, direkt am Parkautomaten, respektive unserem Auto.
Der Steinerspitz ist eine relativ schnee- und lawinensichere Angelegenheit, die dazu noch besonders schöne Abfahrten bietet. Mit 550Hm und 6,5km Wegstrecke handelt es sich zwar um eine eher kurze Tour, die sich jedoch recht großer Beliebtheit erfreut, weshalb wir persönlich es eher meiden, den Steinerspitz, bzw. das Tourengebiet Bärenalm (und eigentlich überhaupt das ganze Stodertal…) an Wochenenden zu besuchen.






03.01.2011 - Gscheidriedel / Kreuzbauernspitz [Skitour]

Da Schönwettertage derzeit ausgesprochen rar gesät sind, konnten wir uns diesen nicht entgehen lassen. Spät vormittags brachen wir auf zum Pyhrnpass und stellten dort fest, dass die Zufahrtsstraße zur Hintersteineralm mittels Schranken abgeriegelt wurde, was für sich genommen schon ein wenig nervig war. Dazu waren natürlich sämtliche Parkgelegenheiten bereits belegt. Wir mussten also hinauf zur Straßenmeisterei, unser Auto dort abstellen und einen Kilometer die Straße entlangmarschieren, ehe wir neben der perfekt geräumten Straße entlang eines schmalen Schneestreifens zur Hintersteineralm aufsteigen konnten.
Die Schneelage war relativ großzügig und wie üblich war eine komfortable Spur angelegt, der wir folgten. Die Abzweigung zum Gschwandgraben ließen wir links liegen, und blieben auf der Forststraße in Richtung Norden. An einer markanten Gabelung hielten wir uns rechts und folgten den Spuren zur Hasneralm, wo wir, in Richtung Nordosten aufsteigend, die (kaum bemerkbare) Forststraße zwei Mal querten und bald die Kreuzbauernalm erreichten, an der auch die Skipiste (Gameringabfahrt) vorbeiführt.
Wir hatten nun die Wahl zwischen zwei Aufstiegsspuren, wobei wir uns für die direktere entschieden, und stiegen über den schönen Südosthang auf unser heutiges Tagesziel, den Gscheidriedel (respektive Kreuzbauernspitz).
Die folgende und ausgesprochen schöne Abfahrt folgte im Wesentlichen dem Aufstiegsweg, es fand sich jedoch meist ausreichend Platz, eine eigene Spur in den Schnee zu ziehen. Die Schneeverhältnisse wechselten stark, teils war oberflächlich Pulver auf schwerem Nassschnee, teils fanden wir ansatzweise Bruchharsch vor. Insgesamt machte die Abfahrt uns jedoch viel Spaß, das Wetter war ohnehin tadellos und wir waren so viele  Sonenstunden kaum mehr gewöhnt.
Zuletzt blieb natürlich der Marsch entlang der Bundesstraße zum Parkplatz, dennoch war es eine rundum gelungene Tour gewesen. Dass man am Gscheidriedel, bzw. am Weg dorthin ganz für sich alleine ist, darf zwar nicht vorausgesetzt werden, in Anbetracht der vielen Tourengeher, die in Richtung Angerkogel unterwegs waren, handelt es sich jedoch vergleichsweise um keine überlaufene Tour, mit insgesamt 9Km Wegstrecke (11Km wenn man bei der Straßenmeisterei parken muss…) und 750Hm, von denen ein großer Teil auf angenehmes Aufstiegsgelände und auch ausgesprochen schöne Abfahrten entfällt.








01.01.2012 - kl. Bosruck [Skitour]

Wir bestanden, wie auch letztes Jahr, auf eine Neujahrstour. Und wie auch letztes Jahr führte uns diese mit Ski auf den kl. Bosruck, knapp oberhalb des Arlingsattels in Spital am Pyhrn. Das Wetter war zwar keineswegs günstig, denn es regnete noch am Parkplatz der Bosrückhütte, wo wir wenig nach Mittag gemeinsam mit Christoph und Philipp ankamen. Zum Glück ließ das Nieseln allmählich nach und v.a. am Gipfel war es zuletzt gar nicht ungemütlich, da auch ein wenig heller. Die folgende Abfahrt im schweren Nassschnee war auch weniger unbequem als angenommen, da der schöne Hang von unterhalb des Karlecks hinunter zur Bosrückhütte trotz der ungünstigen Verhältnisse relativ schön abzufahren war. Zugegeben, wäre heute nicht Neujahr gewesen, hätten wir wohl keine Tour unternommen, zuletzt waren jedoch alle Beteiligten froh gewesen, daran teilgenommen zu haben.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir unseren Leser/inne/n alles Gute für 2012, sowie natürlich ein unternehmungsreiches, v.a. aber sicheres Alpinsportjahr wünschen. Ein großer Dank soll an dieser Stelle auch für das Interesse an unserem Blog erfolgen, denn immerhin haben wir nun nach zwei Jahren bereits die 13000er Besuchsmarke überschritten.








27.12.2011 - gr. Schoberstein

Gestern noch mussten wir abwägen, ob es eine Skitour im Schatten, natürlich mit möglichst viel Schnee, oder aber eine sonnige, weitgehend schneefreie Wanderung werden sollte. Indem Alessia sich uns spontan anschloss, deren letzte Tour immerhin mit einer schweren Verletzung geendet hatte, entschieden wir uns für die sonnige Alternative. Zudem begleitete uns auch Philipp, sodass wir unseren Schnitt von ca. einer gemeinsamen Bergtour pro Jahr aufrecht zu erhalten scheinen.
Wir fanden uns heute Vormittag, bei gar nicht gemütlichen 1-2° am Parkplatz beim Hotel zur Post ein, von wo aus wir dem schön angelegten und recht populären Weg auf den großen Schoberstein folgten. Dort hinauf sind es gemütliche ~600Hm, die wir in gut 1h zurücklegten. Die Verhältnisse waren ausgesprochen gut, nämlich lediglich ein bisschen Frost auf den unteren Metern im Schatten, sowie nur mäßig Schnee ab dem kl. Schoberstein, den wir dieses Mal nicht besuchten.
Während unserer Gipfelpause war wenig los, während des Abstieges kamen uns hingegen mehrere Gruppen entgegen und man kann nicht behaupten, dass man heute am Schoberstein alleine unterwegs war, wenn auch aus unserer Sicht erst gegen Ende der Tour.
Insgesamt war es ein sehr schöner Tag mit einer angenehmen und gemütlichen Unternehmung, sowie, was uns am meisten freute, endlich wieder einmal ein paar großartigen Sonnenstunden.





07.12. - 11.12.2011 - Adventklettern in ♥Arco♥

Da derzeit keineswegs klettertaugliches Wetter vorherrscht, haben wir uns eine Auszeit genommen und sind kurzerhand ins Sarcatal gefahren. Der Wetterbericht für den Gardasee war gar nicht übel und wir quartierten uns in einem gemütlichen Hotel im Zentrum von Arco ein, damit war dies heuer auch bereits unser dritter Besuch. Es war durchaus denkbar, dass dies der Saisonabschluss sein würde, denn Zuhause sieht es derzeit nicht unbedingt nach Klettern aus, und so würde dieser zumindest in einer traditionsreichen und auch anregenden Umgebung stattfinden. Denn wenn man nach dem Klettern im Red Point einkauft und anschließend im Conti d' Arco zu Abend isst, klettert man am nächsten Tag sofort einen Grad besser. Nein, eigentlich nicht, weil vom Vortag alles wehtut, aber toll wäre es zumindest…
Der Wetterbericht hielt auch Wort und es war häufig sonnig und warm, man konnte dann sogar gemütlich im T-Shirt klettern, wenn dieselbe sich jedoch versteckte, wurde es rasch frostig und warme Bekleidung war angesagt. Indem die Tage mittlerweile kurz sind, die Sonne tauchte ca. um 10:00 über den Bergen im Osten auf und verschwand hinter den Gipfeln im Westen um ca. 15:30, verbrachten wir die ausgefüllten fünf Tage überwiegend mit Sportklettern, unternahmen aber auch ein paar großartige, kurze Mehrseillängentouren. So z.B. die Ondulina (5, 6+, 5, 4+), gefolgt von der Figoviz (5+, 6-, 5+), oder die Regina del Lago (6, 7-, 6, 3+), nach der wir kurz vor Sonnenuntergang (und in knapp 60min…) die Ernia hinaufeilten (6-, 6, 4+, 6-).
Für bleibende Eindrücke sorgten natürlich auch die San Paolo Wand am Monte Colt, die noch viele interessante Routen für uns bereithält, sowie die besonders imposante Red Point Wall, wo sich zahlreiche, noch unbewertete Projekte ca. im 8. Franzosengrad befinden, auch wenn diese für uns keinerlei Rolle spielen. Leider stellten wir auch fest, dass der Klettergarten Laghel samt Mehrseillängenrouten gesperrt worden ist, dort befindet sich derzeit eine Großbaustelle und unseren Informationsquellen zufolge wird dort in Zukunft auch nicht mehr geklettert werden. Ausgesprochen schade, denn wir hatten uns dort viele interessante Projekte vorgemerkt.
Die Besucherfrequenz in den Klettergebieten war derzeit zwar moderat, viel los war hingegen meist am hübschen Adventmarkt, sowie generell in der Innenstadt (allerdings staut es dort ohnehin rasch). Mitunter kam es sogar vor, dass wir im Conti keinen Platz fanden und anderswohin ausweichen mussten, gutes Essen gibt es ja aber auch nicht nur dort.
Insgesamt waren es tolle Tage, die wir im wunderschönen Arco verbracht haben und wir freuen uns jetzt schon wieder auf unseren nächsten Besuch. Vorerst steht zwar Bouldern und Klettern in der Halle auf dem Plan, die nächste Saison kommt aber bestimmt und es ist keineswegs auszuschließen, dass wir diese am Gardasee eröffnen werden.
















01.12.2011 - Radsteigkopf [Luft unterm Oarsch, UIAA VI+]

Heute Morgen waren wir bereits auf der Autobahn in Richtung Wachau unterwegs, als uns plötzlich ernsthafte Zweifel hinsichtlich des vorherrschenden Nebels beschlichen. Nach kurzer Beratung drehten wir um, blieben zuhause noch kurz stehen, um Veränderungen an der Ausrüstung vorzunehmen und weiter ging die Fahrt in Richtung Bad Goisern. Wir fanden uns (..jajaja… ..schon wieder…) am leeren Parkplatz beim Gasthof Predigstuhl ein und marschierten hinauf zum Radsteigkopf.
Heute stand "Luft unterm Oarsch" auf dem Plan und der Name ist Programm, denn viel ausgesetzter geht nicht; echt nicht. Die Route umfasst 6 SL (6+, 5+, 5, 6+, 6, 5) ist für die Gegend also relativ lang und bietet (wie für den Radsteigkopf üblich) sehr schöne, abwechslungsreiche, ausgesetzte und ungemein steile Kletterei. Das Wetter hatten wir absolut auf unserer Seite, denn abgesehen von ein paar schleierartigen Wolkenfeldern schien die ganze Zeit die Sonne und wir konnten im angenehm Warmen klettern.
Also diese globale Erwärmungsgeschichte mag bestimmt ein Phänomen sein, das unangenehme Konsequenzen mit sich bringt, aber aus Klettervolkes-Sicht… scheiße war das toll, am 1. Dezember im Shirt klettern zu können. [..dies nur als unsachliche Anmerkung…]
Die ersten drei Seillängen waren uns auch bereits bekannt, diese sind nämlich mit dem "Faschingszug" identisch, allerdings quert die "Luft unterm Oarsch" nach dem dritten Standplatz nach rechts und bietet tatsächlich enorm viel Luft unterm… Allerwertesten.
Die Absicherung ist ausgezeichnet, die Felsqualität sehr gut, wenn auch v.a. oben hinaus auf ein paar Blöcke zu achten ist, die unter Belastung wackeln.
Rundum war es ein traumhafter Tag in großartiger Gegend und mit einer tollen Route. Auch wenn wir derzeit deutlich mehr als 50% unseres Kletterpensums in der Halle absolvieren darf der Herbst /Winter von uns aus so weitergehen.