29.06.2012 - Pfannstein

Den Pfannstein ab Kremsursprung in Micheldorf heben wir uns gerne für heiße (Nachmit-)Tage auf, wie den heutigen. Zum Einen ist es eine relativ kompakte Tour und für uns rasch zu erreichen, zum Anderen liegt der Aufstiegsweg überwiegend im Schatten. So legten wir die 900Hm auf 9Km Wegstrecke trotz der hohen Temperaturen relativ angenehm zurück. Ab der Gradnalm findet sich zwar nicht mehr so viel Schatten, dafür sorgte dort der milde Wind für etwas Abkühlung.
Zudem ist bei der Tour auf den Pfannstein meist von Vorteil, dass es sich zwar um eine durchaus bekannte, während unserer bisherigen Besuche aber niemals überlaufene Tour handelte. Auch heute trafen wir lediglich zwei weitere Bergsteiger, die sich von den Temperaturen im Vorfeld nicht hatten abschrecken lassen.
Aufgrund der Lage, zwischen Alm- und Kremstal, handelt es sich beim Pfannstein unserer Meinung nach auch um einen recht schönen Aussichtsgipfel, der ein sehr hübsches Panorama bietet. Dass die Gipfel im Bereich der Gradnalm für sämtliche Jahreszeiten und auch für Skitouren geeignet sind, spricht zudem für Wiederholungsbesuche.





24.06.2012 - Sengsengebirge [Erstbegehung: 'Hans guck in die Luft', 6b]

Wir waren wieder mit der Bohrmaschine im Sengsengebirge, haben uns in der Nachbarschaft von 'Hans Huckebein' zu schaffen gemacht. Die Folge daraus ist, dass besagter Hans nun einen Kollegen hat, nämlich den 'Hans guck in die Luft' (um etwas beim Thema zu bleiben), der ebenfalls über 3SL verfügt (7, 2, 6 nach UIAA-Skala), wonach abgeseilt werden muss.
Sowohl das Arbeiten selbst, als auch die folgende Erstbegehung haben uns sehr viel Spaß gemacht, schon alleine aufgrund der großartigen Landschaft und der vorherrschenden Ruhe. Die Kletterei ist recht interessant und auch abwechslungsreich, die Felsqualität sehr gut. 'Hans guck in die Luft' ist zudem etwas einfacher geraten als der benachbarte 'Huckebein' und beide zusammen ergeben in jedem Fall eine schöne Unternehmung.

-derzeit existieren noch keine weiterführenden Informationen oder Beschreibungen-






19.06.2012 - Aurachkarplatten ['nackt im Regen', 5b; Mindumpa, 6a+]

Nachdem es zuletzt am Jungfrausturz derart heiß war und wir nun auf eine schattige Lage Wert legten, standen heute die Aurachkarplatten auf dem Programm, die wir immer wieder gerne besuchen. Nachdem jedoch am Morgen Gewitter tobten, verzögerte die Abfahrt sich um ein paar Stunden und wir trafen erst gegen Mittag am Parkplatz beim Taferlklaussee ein.
An den Einstiegen angekommen, zeigten die Platten sich nässer als erwartet und wir mussten uns erst von unten einen Überblick verschaffen, welche der vorhandenen Routen am klettertauglichsten war. Wir entschieden uns daher für 'nackt im Regen', die durch einen recht kompakten Wandteil verläuft und vergleichsweise etwas trockener erschien. Unten noch etwas mit Vorsicht zu genießen, nahm die Nässe mit jedem Meter ab und wir kletterten, nachdem wir das Ende der Route erreicht hatten, nach zwei Abseilfahrten noch die 'Mindumpa', eine recht anspruchsvolle 7- Plattenlänge, die ausgesprochen viel Gefühl und geübte Augen erfordert.
Nach weiteren zwei Abseilfahrten erreichten wir unser Depot und konnten auf einen schönen Klettertag zurückblicken. Auf den nächsten Besuch der Aurachkarplatten freuen wir uns bereits, allerdings vorzugsweise etwas früher am Tag und bei trockenen Verhältnissen.


















16.06.2012 - Jungfrausturz [SW-Pfeiler, 6b]

Nach einer pannenbedingten Planänderung und einigen Stunden Verzögerung, wurden heute wieder Pläne verworfen, verändert und angepasst. Zuletzt führte uns dies nach Pürgg und nach kurzer Beratschlagung beschlossen wir, an diesem heißen Nachmittag eben den Jungfrausturz via SW-Pfeiler noch einmal zu klettern. Immerhin eine sehr schöne Route, die uns immer wieder gut gefällt und ein paar wenige der Standplätze bieten sogar ein bisschen Schatten unter Bäumen.
Die Temperaturen waren trotzdem im aggressiven Bereich und wir räumten zuletzt ein, dass eine schattigere Tour heute wohl ratsamer gewesen wäre…
Wie es aussieht, werden wir uns die Besuche von Pürgg für heuer für den Herbst aufheben, wo man ohnehin froh ist, schöne Touren in Talnähe klettern zu können, die dazu noch Sonnseitig ausgerichtet sind.






14.06.2012 - Mahdlgupf [Attersee-Klettersteig, D]

Für neue Klettersteige haben wir stets ein offenes Ohr, zumindest wenn sie für uns verhältnismäßig leicht erreichbar sind. So verhält es sich auch bei der neuen Steiganlage auf den Mahdlgupf, am Ost-/Südostufer des Attersees gelegen.
Zwar handelt es sich um keinen Sportklettersteig, mit 600Hm und Schwierigkeiten bis D jedoch auch keine einsteigerfreundliche Angelegenheit. Denn die obere Hälfte ist zwar insgesamt die einfachere, die schwierigeren Stellen sind jedoch halbwegs über die gesamte Steiglänge (von ~1200m) verteilt. Klettersteigerfahrung, sowie gute Kondition sollten also Voraussetzung sein, um auf dem neuen 'Attersee-Klettersteig' keine Frequenz an Rettungseinsätzen erforderlich zu machen, wie an der Echernwand oder der Drachenwand.
Vor allem landschaftlich handelt es sich um einen besonders schönen Steig, der durch spektakuläre Wandbereiche führt und sich den natürlichen Linien recht gut anpasst. Zudem ist die großzügige Länge in Verhältnis zum sehr kurzen Zustieg ein großer Bonus und man steigt auch noch direkt am Gipfel des Mahdlgupfs aus. Praktisch eine gesamte Bergtuor via Klettersteig absolvieren zu können, ist eher selten und bestimmt für viele Besucher anziehend.
Es ist jedoch zu erwähnen, dass der 'Attersee-Klettersteig' bei Nässe sehr heikel ist und offenbar auch nicht besonders rasch auftrocknet. Wir hatten zwar damit gerechnet, dass die Angelegenheit heute zumindest feucht sein würde, waren aber überrascht, dass derart viele Passagen regelrecht überspült waren und wir im Bereich der weißen Wand sogar gehörig geduscht wurden.
Besonders schade war, dass wir abschließend unseren Fotoapparat im Bereich vom Parkplatz des Hotels 'Post' verloren haben, womit auch sämtliche Fotos abhanden gekommen sind. Sollte jemand unsere Kamera (eine blaue Olympus Mju Tough in blauem Täschchen) gefunden haben, würden wir uns über eine entsprechende Meldung besonders freuen.

07.06.2012 - Sengsengebirge [Erstbegehung: 'Hans Huckebein', 6c]

Während eines unserer Ausflüge ins Sengsengebirge im letzten Jahr, war uns eine möglicherweise interessante Klettergelegenheit aufgefallen, die wir seither in Erinnerung behalten hatten. Die derzeit etwas instabile und wechselhafte Wetterlage schien zudem heute zuzulassen, dass wir uns näher mit dem Projekt beschäftigen konnten.
So marschierten wir mit der 2011 im Höllengebirge erprobten Ausrüstung durch unwegsames Gelände zum Wandfuß und waren überrascht, angesichts des vorhandenen Potentials, sowie auch der tatsächlichen und zuerst nicht vermuteten Steilheit der Wand (häufig verhält es sich eher umgekehrt…). Zum Glück wendete das Wetter sich nach anfänglicher Bewölkung und kurzem Nieselregen während der Anfahrt bald zum Besseren und wir konnten zuletzt sogar bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen klettern und an der Route arbeiten.
Dabei kam eine interessante Tour mit 3SL (bis 6c, demnach schwerer als vermutet) heraus, an der wir viel Freude hatten und die auch sehr abwechslungsreiches Gelände bei guter Felsqualität bietet. Wir benannten sie nach dem Raben 'Hans Huckebein' aus einer Erzählung von Wilhelm Busch, der aufgrund verschiedener Faktoren passend erschien. Damit war dies genau genommen (nach der gr. Höllschlucht) unsere zweite Erstbegehung, wenn auch die erste, durchgehend (wenn auch nicht mit Plaisircharakter) abgesicherte Kletterroute mit Empfehlungscharakter.

-derzeit existieren noch keine weiterführenden Informationen oder Beschreibungen-