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05.10. - 07.10.2012 - Kleinwalsertal

Dieses Wochenende wurden wir beruflich ausgerechnet nach Vorarlberg und zwar ins Kleinwalsertal entsandt. Da wir mit entsprechenden Erlebniskarten ausgestattet wurden, konnten wir für die Zeit unseres Aufenthaltes sämtliche Fahrgelegenheiten, vom Omnibus bis hin zum Sessellift uneingeschränkt benutzen, wodurch sich einige schöne Bergerlebnisse ermöglichen ließen, für die wir ansonsten wohl nicht ausreichend Zeit gehabt hätten.
So konnten wir jedoch unterhalb des Gipfels des Hohen Ifen der Sonne beim Untergehen zusehen; die Kanzelwand via Walsersteig besuchen, als im Tal noch Schatten war; im Klettergarten 'Auenland' ein bisschen Sportklettern; sowie den Gipfel des Walmendingerhorns aufsuchen und anschließend in der Abendstimmung via Heuberggrat ins Tal absteigen.
Rundum war es ein sehr ausgefülltes Wochenende in einer besonders schönen Umgebung, mit netten Menschen und in einer Ecke von Österreich, die wir ansonsten wohl nicht so bald besucht hätten.







14.06.2012 - Mahdlgupf [Attersee-Klettersteig, D]

Für neue Klettersteige haben wir stets ein offenes Ohr, zumindest wenn sie für uns verhältnismäßig leicht erreichbar sind. So verhält es sich auch bei der neuen Steiganlage auf den Mahdlgupf, am Ost-/Südostufer des Attersees gelegen.
Zwar handelt es sich um keinen Sportklettersteig, mit 600Hm und Schwierigkeiten bis D jedoch auch keine einsteigerfreundliche Angelegenheit. Denn die obere Hälfte ist zwar insgesamt die einfachere, die schwierigeren Stellen sind jedoch halbwegs über die gesamte Steiglänge (von ~1200m) verteilt. Klettersteigerfahrung, sowie gute Kondition sollten also Voraussetzung sein, um auf dem neuen 'Attersee-Klettersteig' keine Frequenz an Rettungseinsätzen erforderlich zu machen, wie an der Echernwand oder der Drachenwand.
Vor allem landschaftlich handelt es sich um einen besonders schönen Steig, der durch spektakuläre Wandbereiche führt und sich den natürlichen Linien recht gut anpasst. Zudem ist die großzügige Länge in Verhältnis zum sehr kurzen Zustieg ein großer Bonus und man steigt auch noch direkt am Gipfel des Mahdlgupfs aus. Praktisch eine gesamte Bergtuor via Klettersteig absolvieren zu können, ist eher selten und bestimmt für viele Besucher anziehend.
Es ist jedoch zu erwähnen, dass der 'Attersee-Klettersteig' bei Nässe sehr heikel ist und offenbar auch nicht besonders rasch auftrocknet. Wir hatten zwar damit gerechnet, dass die Angelegenheit heute zumindest feucht sein würde, waren aber überrascht, dass derart viele Passagen regelrecht überspült waren und wir im Bereich der weißen Wand sogar gehörig geduscht wurden.
Besonders schade war, dass wir abschließend unseren Fotoapparat im Bereich vom Parkplatz des Hotels 'Post' verloren haben, womit auch sämtliche Fotos abhanden gekommen sind. Sollte jemand unsere Kamera (eine blaue Olympus Mju Tough in blauem Täschchen) gefunden haben, würden wir uns über eine entsprechende Meldung besonders freuen.

06.10.2011 - Alberfeldkogel [HTL-Klettersteig, C]

..noch ein Tag bis zum Ende der Welt…
Alles klar, die Welt wird nicht untergehen, also zumindest nicht in absehbarer Zeit. Aber das Wetter wird sich drastisch verschlechtern und zwar bereits morgen. Es versteht sich von selbst, dass wir noch einmal unterwegs sein wollten, um ein paar Sonnenstunden auszukosten.
Indem wir erst kürzlich den noch recht neuen Hochkogel-Klettersteig besucht hatten und dies heuer auch unser einziger Klettersteig war, nahmen wir uns für heute den HTL-Klettersteig am Alberfeldkogel vor. Sämtliche Beschreibungen sehen zwar den Aufstieg via Seilbahn auf den Feuerkogel vor, wir gingen aber zu Fuß und entschieden uns für den "Europaweg" vom Ortszentrum Ebensee aus.
Man folgt zunächst dem Kreuzweg über gepflasterte Stufen aufwärts, bis man die ersten Schilder erreicht, die den Europaweg auf den Feuerkogel kennzeichnen. Dieser führt recht hübsch angelegt meist durch den Wald und bietet eine sehr schöne Aussicht auf die umliegenden Berge. Im Bereich vom Gsoll wurde auch wild umgebaut (wir waren ein paar Jahre nicht mehr dort gewesen) und so findet man dort nun auch eine neue Seilbahn und entsprechend präparierte Pisten. Insgesamt findet der gesamte Aufstieg jedoch selten auf Pisten statt und meist beschränkt es sich darauf, diese zu queren. Am Plateau angekommen empfiehlt es sich, vom Naturfreundehaus direkt nach links zum Alberfeldkogel zu marschieren, so erspart man sich sowohl Wegstrecke, als auch Hüttendorf und Ausflügler (nichts für ungut!).
Der Abstieg zum Klettersteig zweigt gut beschildert direkt unter dem Gipfel des Alberfeldkogels recht ab und man möge bedenken, dass dieser sehr steil und erdig ist und man bei Nässe eher davon absehen sollte, dort abzusteigen. Großzügige Farbmarkierungen leiten unmissverständlich zum Einstieg des Klettersteiges, der meist entlang der gut sichtbaren Kante zum Gipfel führt.
Der Klettersteig ist schön angelegt, mit alpinem Touch und meist sehr ausgesetzt. Häufig findet man lockeres Gestein und bei großem Andrang ist von Steinschlag auszugehen. Wir waren heute jedoch ganz alleine im Klettersteig unterwegs, weshalb uns dies ausgeblieben war. Landschaftlich ist der HTL-Klettersteig jedoch ausgesprochen schön und der Verlauf recht abwechslungsreich.
Wir verlegten die folgende Rast vom Gipfel auf ein 5min entfernt befindliches und inmitten wärmender Latschen liegendes Bänkchen, wo man kaum hätte glauben mögen, dass morgen bereits ein Temperatursturz folgen sollte. Der Abstieg erfolgte am Aufstiegsweg und mit insgesamt 1400Hm und gut 16km Wegstrecke, war es auch ein halbwegs ausgefüllter und ausgesprochen schöner Tag.





23.09.2011 - Hochkogel-Klettersteig [C/D]

Wir lasen erst kürzlich vom neu errichteten „Hochkogel-Klettersteig“, der diesen August im Salzkammergut errichtet worden war. Wir wunderten uns zunächst, da wir soo viele Hochkogel nicht kannten und uns kaum vorstellen konnten, dass der Traunstein-Nachbar für einen Klettersteig geeignet sein würde. Natürlich handelte es sich auch nicht um diesen Hochkogel, sondern vielmehr um kleinen und großen Rauherkogel, die nahe der Hochkogelhütte in der Schönberggruppe oberhalb von Ebensee liegen.
Wir trafen gegen Mittag am beinahe leeren Parkplatz ein und folgten dem uns bereits vom Vorjahr bekannten Wanderweg in Richtung Mitterecker-Stüberl, bzw. danach weiter zum Hochkogelhaus. Dorthin legt man auch gut 1000 von insgesamt 1250Hm zurück und ca. 5 von insgesamt 13km, es handelt sich also um keine recht kleine Unternehmung (wenn auch deutlich kürzer, als die sehr empfehlenswerte Schönberg-Runde). Sowohl beim Mitterecker-Stüberl, als auch beim Hochkogelhaus finden sich anschauliche Tafeln, die den neuen Klettersteig im Detail zeigen und ein Klettersteigset-Crashkurs ist auch noch bebildert. Der Einstieg des Klettersteiges ist knapp 15min vom Hochkogelhaus entfernt und liegt direkt am Wanderweg.
[Letztes Jahr hatten wir an ziemlich genau dieser Stelle gestanden und mit Egon besprochen, dass man dort hinauf wohl gut klettern könne und schickten unserem Kumpel „Fleisch“ sogar ein entsprechendes Foto auf dem wir die Linie eingezeichnet hatten. Heute sahen wir, dass genau dort der Klettersteig verläuft. Allerdings stellten wir wenige Meter weiter oben schon fest, dass diese Linie wohl auch schon vor vielen Jahren gesehen worden war und man immer wieder alte Schlaghaken und auch ein paar ältere Bohrhaken findet…]
Die Steiganlage zieht auch gleich rassig hinauf und maßgeblich aufgrund der schattigen Lage fällt stark ins Gewicht, dass einige Passagen noch recht erdig sind und man daher mitunter sehr wenig Grip auf Felsen und/oder Graspolstern findet. Ab dem kleinen Rauherkogel folgen leichtere, mitunter jedoch ausgesetzte Passagen im Auf- und Abstieg, ehe man nach einer Scharte den großen Rauherkogel hinaufsteigt. Zuvor findet man eine versicherte Abstiegsmöglichkeit, die natürlich auch als Zustieg zweckentfremdet werden kann. Vom Gipfel des großen Rauherkogel folgt man dem Stahlseil abwärts und es ist durchaus zu bedenken, dass man hierbei einen zwar nicht besonders schwierigen, aber sehr ausgesetzten und mitunter recht steilen Klettersteig abklettern muss.
Insgesamt ist der Hochkogel-Klettersteig eine empfehlenswerte und recht schöne Unternehmung, die Schwierigkeiten sollten von weniger geübten Klettersteiggehern jedoch nicht unterschätzt werden. Auch ist im Falle ungesicherter Begehungen zu bedenken, dass man sowohl loses Gestein vorfindet, als auch viele sehr schmierige Passagen und die Steiganlage meist sehr ausgesetzt verläuft. Wir hatten gestern unsere Klettersteigsets dabei und diese auch überwiegend in Verwendung gehabt.
Beim Abstieg trafen wir noch die Wirtsleute des Hochkogelhauses, mit denen wir uns unterhielten und dabei erfuhren, dass das Team von Outdoor-Leadership weitere Putzarbeiten plant, die der Klettersteig bestimmt auch vertragen kann.
Wer Klettersteigerfahrung mitbringt und sich nicht am sehr schönen, jedoch längeren Zu- und Abstieg stört, findet jedenfalls eine sehr lohenswerte Unternehmung mit etwas alpinem Touch vor, die zumindest derzeit auch keineswegs überlaufen zu sein scheint, obwohl innerhalb ca. eines Monats bereits rd. 100 Begehungen erfolgt sein sollen.







10.08.2010 - Seewand-Klettersteig [E]

Indem wir ihn kürzlich (s. Plassen & Echernwand) praktisch vor der Nase gehabt hatten und ohnehin bereits seit Langem einmal besuchen wollten, stand heute der Seewand-Klettersteig, zwischen Hallstatt und Obertraun gelegen, auf dem Plan. Außerdem hat es somit wieder einmal gepasst, etwas mit Egon zu unternehmen, was uns gefreut hat.
Mit "E" bewertet, einer Kletterlänge von 1,25km und annähernd 800Hm handelt es sich auf jeden Fall um einen, oder den anspruchsvollsten Klettersteig der Region und vielleicht ein Stück darüber hinaus. Viele Geschichten ranken sich darum, mitunter ist zu lesen, dass Kletterschuhe, ein Seilschaftsverband oder gar ein Bergführer von Vorteil, wenn nicht sogar erforderlich seien. Wir waren gespannt, angesichts solcher Legenden.
Vom Parkplatz 5, an einem Badeplatz zwischen Hallstatt und Obertraun, ist der Steig in ca. 40min zu erreichen, der Weg dorthin ist gut angelegt und die Markierungen unmissverständlich. Am Anfang des Weges befindet sich auch eine Übersichtstafel, die die Durchstiegszeit mit 4,5-6h angibt und diverse Informationen zur Errichtung (innerhalb von  nur 12!! Tagen) des Steiges liefert.
Der Klettersteig selbst ist natürlich lang und auch wiederholt über längere Passagen sehr steil und fordernd, allerdings wechseln schwere Passagen stets mit leicht(er)en, sodass diese uns eigentlich nicht ungewöhnlich ermüdend aufgefallen wären. Zwar war das Gelände heute noch recht nass gewesen, was bestimmt kein Vorteil ist, Kletterschuhe anzuziehen halten wir jedoch auch bei trockenen Verhältnissen für Irrsinn und keinesfalls für sinnvoll oder hilfreich. Die Aussicht auf den Hallstättersee, sowie die stets imposanten Tiefblicke gestalten den Seewand-KS auf jeden Fall zu einem besonders schönen Erlebnis und auch die Steiganlage selbst wirkt freundlich, ist abwechslungsreich und führt in ansprechender, gut ausgesuchter Linie durch die Wand.
Nach etwa 2,5h (und meist Verwendung des Klettersteigsets) erreichten wir den Ausstieg, wo uns spätestens positiv auffiel, dass der Klettersteig zumindest bis Nachmittag im Schatten liegt, was bei heißen Temperaturen ein großer Vorteil ist.
Die Gjaidalm ist ab Ausstieg bei moderatem Tempo nach ca. 45min erreicht, wonach wir nach kurzem Gegenanstieg über den, neben der Skipiste gelegenen Wanderweg abgestiegen sind. Diese wird zwar ein paar Mal gekreuzt und auch ein paar Meter darauf abgestiegen, im Wesentlichen befindet man sich jedoch Abseits der Piste auf sehr schönen und meistens schattigen Waldwegen. Wenn man links haltend Richtung Winkl absteigt, erreicht man die Strasse etwa 1,5km vom Parkplatz entfernt, was jedoch abschließend kein großes Hindernis mehr darstellen sollte.
Insgesamt handelte es sich um einen ausgesprochen schönen Tag, der keine Wünsche offen gelassen hat und auch der Klettersteig hat uns besonders gut gefallen. Klettererfahrung ist für den Seewand-KS vielleicht nicht notwendig (natürlich aber hilfreich), Klettersteigerfahrung sollte man aber dennoch mitbringen, da die Anforderungen an Kraftausdauer, noch mehr aber an die Kondition, keinesfalls zu unterschätzen sind. Wer jedoch die entsprechende Erfahrung mitbringt und bereits einige (ernstere) Klettersteige in seinem Tourenbuch stehen hat, wird in der Seewand auf jeden Fall eine schöne und sehr aussichtsreiche Zeit verbringen.







04.08.2010 - Echernwand-Klettersteig [D]

Da uns derselbe letztens beim Besuch des Plassen aufgefallen war und wir beruflich in der Nähe zu tun hatten, besuchten wir heute den recht neuen Echernwand-Klettersteig (mitunter auch Echerwand…). Dieser führt über 290 Höhen- und 450 Klettermeter praktisch von der Talstation der Salzbergbahn bis zur Bergstation.
Genau genommen marschiert man von der Talstation ca. 10 min, wo bereits div. Schautafeln auf den Klettersteig hinweisen und Schilder, sowie später Farbpunkte den Weg zum Einstieg bezeichnen. Bewertet ist der Steig mit D, wenn auch aufgrund einer einzigen Stelle, es kommen jedoch auch ein paar C/D-Stellen vor. Diese Bewertung ist auch ziemlich zutreffend, allerdings muss man ganz klar sagen, dass ein Großteil des Steiges wesentlich leichter und ausgesprochen oft Gehgelände anzutreffen ist. Insgesamt ist der Klettersteig auch eine etwas erdige Angelegenheit, von Vorteil mag aber durchaus für Einige sein, dass man praktisch ständig Bänder erreicht, die mehr als ausreichend Gelegenheit für Pausen bieten. Besonders aufgrund dieser eher moderaten und meist sparsam dosierten Schwierigkeiten hat es uns schon verwundert, dass bereits mehrere Rettungseinsätze notwendig waren (andererseits hat es diese ja auch im Drachenwand-Klettersteig gegeben…).
Der Steig bietet viel Abwechslung, eben von Gehgelände bis hin zu sehr steilen Wandstellen und auch Leitern werden originell eingesetzt. Die Panoramaleiter etwa ist wirklich etwas Besonderes und wir kennen nichts Vergleichbares aus einem anderen KS. Spektakulärer können Tiefblicke kaum ein- und umgesetzt werden. Die Dauer wird mit 90min angegeben, was sehr gutmütig bemessen ist. Ohne uns irgendwie zu stressen, haben wir vom Ein- zum Ausstieg 35min benötigt, allerdings mit nur sporadischer Verwendung des Klettersteigsets, was aber keine Ermutigung zur Nachahmung sein soll.
Mit einer Zustiegszeit von 10min (ab Parkplatz 2), 35min Steigdauer und 20min Abstieg (zu Parkplatz 2 zurück), waren wir samt Pause zwar lediglich 70min unterwegs gewesen, trotzdem sollte der Steig nicht unterschätzt werden. Das größte Problem dürfte die werbewirksame Darstellung auf den Schautafeln, sowie der kurze und gut markierte (richtiggehend einladende) Zustieg sein, der bestimmt viele Begeher anlockt, die auf einem ernsthaften Klettersteig (und das ist der Echernwand-KS bestimmt) nichts zu suchen haben.
Allen Anderen sei der Klettersteig empfohlen, wenn auch ein zusätzliches Rahmenprogramm bei längerer Anfahrtszeit zu empfehlen ist, um auch den Rest des Tages zu nutzen. Das Salzbergwerk und der (schweinekalte!!!) Hallstättersee liegen beispielsweise praktisch nebenan.