14.07.2010 - Kampermauer [Hermeline, UIAA VI-]

Da wir beruflich ausgerechnet am Hengstpass (!) zu tun hatten, wollten wir trotz der eher mäßigen "Superdiagonalen" noch einmal an der Kampermauer klettern. Wir entschieden uns für die, neben der populären (und mittlerweile demontierten) "Vegetarierkante" gelegene Tour "Hermeline", mit 6 SL: 3+, 4+, 5-, 5, 5-, 6-
Sowohl Umfang als auch Schwierigkeiten bewegten sich also im moderaten und nachmittagstauglichen Bereich, von Vorteil war natürlich, dass die Sonne bald nach Kletterbeginn hinter der Kampermauer verschwunden und wir im Schatten unterwegs waren. Eine Abseilpiste ist natürlich vorhanden und setzt 50m-Halbseile voraus, dafür steht man nach drei Abseilfahrten auch schon wieder am Einstieg.
Die Route sieht zwar etwas grasig aus, was jedoch niemals stört, da man sämtliche Pflanzen stets umgeht und ausnahmslos Griffe und Tritte auf Felsen vorhanden sind, auch mit Schotter, Erde oder Pfützen (s. -> "Superdiagonale"…) kommt man praktisch nie in Berührung. Die Bewertungen sind ordentlich, eher mit einem Hang zum Groben, jedoch vergleichsweise realistisch. Von Vorteil ist der raue, griffige und häufig ausgesprochen henkelige Fels (anders als in der "Superdiagonalen"…).
Erneut waren wir annähernd alleine an der Kampermauer, mit Ausnahme einer Seilschaft, denen wir beim Abstieg im Bereich der Baseclimbs begegneten.
Aufgrund der vergleichsweise angenehmen Temperaturen (drückende >30° in Stadtnähe), sowie der ausgesprochen schönen Kletterei haben wir uns heute nachhaltig mit der Kampermauer versöhnt und werden auch zukünftige Besuche keineswegs mehr ausschließen.





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