15.02.2011 - Loskogel, Petergupf

Die Tourauswahl fällt derzeit nicht besonders leicht, da die Schneesituation in OÖ gelinde gesagt bescheiden ist, für Wanderungen ohne wintergerechte Aufstiegs-/Abfahrtshilfen jedoch meist zu viel Schnee liegt und die Klettersaison sowieso in weiter Ferne scheint. Aufgrund der durchwachsenen Verhältnisse packten wir die Schneeschuhe ein und fuhren nach Langwies, zwischen Ebensee und Bad Ischl gelegen, wo wir unser Auto abstellten und dem markierten Wanderweg über die Brombergalm zum Petergupf folgten. Diesen schönen und mäßig frequentierten Gipfel besuchten wir bisher zwei Mal, nämlich bereits mit Schneeschuhen im Winter, sowie im Rahmen der Schrott-Überschreitung im Sommer. Beide Male jedoch auf dem nordseitigen Weg von/zum Kraftwerk Lahnstein, der dieses Mal schon wegen der schattigen Lage nicht in Frage kam.
Vor Ort zeigte sich nicht nur, dass der dichte Nebel jede Sonneneinstrahlung verhinderte und die Temperaturen deutlich dämpfte, auch war das Gelände soweit wir sehen konnten schneefrei. Die Schneeschuhe kamen also auf den Rucksack und wir folgten dem Wanderweg, um bald vom Nebel verschluckt zu werden. Auf etwa 900m entkamen wir demselben endlich und erfreuten uns am wärmenden Sonnenschein, den der Wetterbericht für höhere Lagen auch versprochen hatte. Mittlerweile passierten wir auch einige Schneeflecken, von den Schneeschuhen im Gepäck konnte jedoch keine Rede sein, dafür wurden die Wegverhältnisse kontinuierlich bescheidener. Ab ca. 1200m ist der Aufstiegshang nämlich stark verwüstet und nervt mit Unmengen Gehölz, welches mitunter kreuz und quer auf den matschigen Trampelpfaden herumliegt. Etwas höher, als wir die Jagdhütte passierten, fanden wir auch kaum noch Markierungen vor, zudem lag nun recht anständig Schnee, was Spurarbeit bedeutete, wir beließen die Schneeschuhe dennoch vorerst auf den Rucksäcken und navigierten via GPS. Das folgende Gelände war ziemlich nervtötend und Markierungen fanden wir gar keine mehr, laut unserem GPS-Track, sowie einem Kreuz am Wegesrand waren wir jedoch nach wie vor richtig unterwegs. Da der Weg hinüber keineswegs angenehmer erschien und wir ohnehin selbst spuren mussten, ersparten wir uns die Querung zur Brombergalm und stiegen direkt zum Loskogel auf um so den Weiterweg zum Petergupf etwas abzukürzen. Nach erholsamer Pause in der Sonne ließen wir die Rucksäcke während des Aufstieges zum Gipfel des Petergupf zurück. Mittlerweile wären die Schneeschuhe bestimmt hilfreich gewesen, andererseits war es aufgrund relativ harter Schneedecke auch vertretbar, ohne diese aufzusteigen und so mussten wir sie später wenigstens nicht nass talwärts tragen.
Da der Aufstieg uns etwa ab Höhe der Jagdhütte ziemlich auf die Nerven gefallen war, stiegen wir zunächst zur Brombergalm ab. Wir querten also dieses Mal etwas unterhalb des Loskogels durch ungespurtes Gelände in Richtung Aufstiegsweg und erreichten diesen etwas oberhalb der Jagdhütte. Wiederum lästiges Umgehen von Windwurf, sowie schneereiche Traversen hatten kein hohes Tempo aufkommen lassen, dafür kamen wir so in den Genuss vom wunderschönen Licht der Abenddämmerung. Die Nebelbank war die ganze Zeit über beständig auf gleicher Höhe geblieben und auf ca. 900m tauchten wir erneut darin ein, um sie erst knapp oberhalb unseres Parkplatzes wieder zu verlassen. Als Tribut forderte die Tour übrigens die Sohle des "Raichle All Degree High"...
Der Petergupf ist ein ausgesprochen schöner Gipfel, besonders aussichtsreich und dazu noch v.a. im Winter mäßig besucht. Der Weg von Langwies aus gefiel und jedoch (abgesehen vom unteren Teil) nicht besonders und ist auch in relativ schlechtem Zustand. Besonders froh waren wir, dass es sich nicht ergeben hat, von dieser Seite mit Ski aufzusteigen. Nach unserem Dafürhalten gibt das Gelände keinesfalls eine schöne Skitour ab und erscheint für Aufstieg wie Abfahrt gleichermaßen idiotisch. Wir möchten generell den Weg via Kraftwerk Lahnstein empfehlen, ganz besonders bei Schneelage. Im Sommer, bzw. bei sehr trockenen Verhältnissen und geräumten Wegen mag der Aufstieg von Langwies jedoch anders aussehen und ist mit 1200Hm und 11,5Km Wegstrecke auch nicht zu kurz.

10.02.2011 - Windhagkogel

Laut Wetterprognose sollte heute der vorerst letzte Sonnentag sein, vorausgesetzt, man verließ die Nebelzone im Bereich des oberösterreichischen Zentralraumes. Genau dies taten wir am späteren Vormittag, mit Ziel Grünau. Mehrere Telefonate durch den Freundes- und Bekanntenkreis wollten keine eindeutige Meinung bezüglich Schneelage und Skitourentauglichkeit erkennen lassen, außer vielleicht folgender: um gut Skitouren gehen zu können, muss man ein ganzes Stück weit fahren… Daher fuhren wir zur Enzenbachmühle in Grünau, um vom selben Ausgangspunkt, von dem wir zuletzt zum Hochsalm aufgebrochen waren via Glöckerlweg den Windhagkogel zu besuchen, nämlich ohne Ski oder Schneeschuhe. Der Normalweg auf denselben, von Scharnstein aus, liegt zwar aufgrund nordseitiger Ausrichtung im Schatten und war heute auch keineswegs schneefrei (nebst vermutlich saukalt…), der südseitige Anstieg war hingegen nicht nur beinahe vollständig trocken (ausgenommen ein paar morastige Passagen im Wald, sowie ein paar Hm mit geringer Schneeauflage im Gipfelbereich), sondern auch noch angenehm warm und die ganze Zeit über der Sonne ausgesetzt.
Wir folgten zunächst dem Glöckerlweg, bis zu einer markanten Felskanzel auf der sich ein großer Markierungsschild (o.ä.) befindet. Auf einem Baum ist dort "Windhagk" eingeschnitzt und wir folgten dem gut sichtbaren Pfad, der nach rechts aufsteigend abzweigte. Spätestens ab hier verläuft der übrige Weg beinahe bis hinauf zum Gipfel erstaunlich schnörkellos und ein paar Mal auch einigermaßen steil. Im Verlauf werden mehrmals Holzschläge gequert, sowie auch eine Forststraße und praktisch unmittelbar vor dem Gipfelanstieg lädt eine Jagdhütte mit Bänkchen zur Rast in der Sonne ein. Das perfekte Wetter hatte auch zur willkommenen Folge, dass wir heute womöglich einen neuen Rekord aufstellten, was das Verhältnis von Geh- zu Pausenzeiten betrifft, da wir den Gipfel nach etwas mehr als 1h Gehzeit erreicht hatten, der Abstieg etwas weniger als 1h in Anspruch nahm, wir jedoch über 2h pausierend verbracht hatten. Indem es sich jedoch um keine lange Tour handelte, nämlich 730Hm auf 6Km Wegstrecke und wir es keineswegs eilig damit hatten, Zuhause wieder in den Nebel einzutauchen, waren wir bewusst gemütlich unterwegs gewesen und hatten den warmen Sonnentag bestens ausgekostet.
Der Aufstieg via Glöckerlweg ist auch ausgesprochen schön und sehr empfehlenswert, v.a. in kühleren Übergangsjahreszeiten, da praktisch der gesamte Weg sonnenseitig ausgerichtet ist und damit einen starken Gegensatz zum Standardaufstieg via Scharnstein darstellt, der sich hingegen für heiße Sommertage anbietet.

06.02.2011 - Predigkogel [Schneeschuhtour]

Aufstieg am späten Vormittag, dazu noch bei strahlendem Sonnenschein, das ist ganz nach unserem Geschmack. So begann auch die heutige Tour auf den Predigkogel, oberhalb der Rettenbachalm in Bad Ischl gelegen. Die Tour ist nicht zu kurz und umfasst 1050Hm, sowie etwas weniger als 14Km Wegstrecke und ist zudem südseitig ausgerichtet, was zwar an warmen Sonnentagen wie heute für meist sulzigen Schnee sorgt, dafür aber ein Maximum an Sonnenstunden beschert.
Aufgrund einer Sperre wegen eines Langlaufwettkampfes durften wir nicht bis zum Parkplatz vorfahren, sondern mussten unser Auto gut 1Km davor abstellen, konnten dafür aber querfeldein abkürzen, sodass wir innerhalb kurzer Zeit den eigentlichen Ausgangspunkt der Tour erreicht hatten. Da wir Zuhause hinsichtlich der Schneesituation skeptisch waren und das aktuelle Tauwetter ein unbequemes Tragen der Ski befürchten ließ, hatten wir uns mit Schneeschuhen auf den Weg gemacht. Bereits bei der Anfahrt und noch deutlicher, als wir an der Rettenbachalm angekommen waren, hatte sich jedoch gezeigt, dass die Schneemenge auch für Ski ausreichend gewesen wäre (..aber so was von locker …). Beim Aufstieg durch den Wald und später auch via Forststraße zeigte sich zwar, dass der Schnee zumindest an den sonnenexponierten Stellen oft enorm sulzig war, im Großen und Ganzen wäre eine Skiabfahrt v.a. auf der hartgepressten Forststraße, die meist im Schatten der säumenden Bäume liegt, anstandslos möglich gewesen. Bald hatten wir die Schönalm erreicht, die wir bereits kürzlich im Rahmen einer Wanderung auf den Gamskogel besucht hatten. Wir hielten uns dieses Mal jedoch weiter westlich und folgten einer Spur, welche etwas umständlich entlang des Grates, wo auch noch heftiger Wind wehte, auf den sehr schönen und aussichtsreichen Gipfel des Predigkogels führte. Da der Aufstiegsweg von der Schönalm uns nicht besonders gut gefallen hatte, stiegen wir weiter am Grat entlang in die Scharte zwischen Predig- und Gamskogel ab und folgten dort zunächst einem Rinnensystem bis in Sichtweite zu den Hütten der Schönalm hinab. Dieser Weg gefiel uns eindeutig besser und soll auch hiermit dringend empfohlen werden. Laut Literatur soll dieser Auf- und Abstieg zwar etwas lawinengefährdeter sein, als der schattige Aufstieg in großem Bogen von Nordosten, allerdings erschien uns das Gelände zumindest heute völlig ungefährlich, wogegen wir von der steilen und mitunter etwas unberechenbaren Stapferei zu und am teils stark überwechteten Grat deutlich abraten wollen.
Beim folgenden und abschließenden Abstieg erfreuten wir uns an der wunderschönen Lichtstimmung der allmählich untergehenden Sonne über dem Gosaukamm, die als zusätzlicher Bonus späterer Aufbrüche betrachtet werden darf.
Die Tour auf den Predig- (bzw. auch Gamskogel) kann auf jeden Fall empfohlen werden, allerdings eben via Scharte zwischen den beiden Gipfeln. Auf diesem Weg finden sich auch viele sehr schöne Abfahrtsmeter über moderat geneigte, freie Hänge, die auch derzeit mit problemlos ausreichendem und sehr ordentlich beschaffenem Schnee aufwarten.



04.02.2011 - Bouldervideos

Während der kalten Jahreszeit, sowie auch während länger anhaltender Schlechtwetterphasen absolvieren wir unser Kletterpensum üblicherweise in der Marchtrenker Halle [respektive 'Kammer']. Allerdings klettern wir dort eigentlich so gut wie nie, sondern bouldern praktisch ausschließlich, denn dafür ist die 45° überhängende Trainingswand hervorragend geeignet.
Im Winter bouldern wir nach Plan und beschränken uns dabei zumeist auf anaerob-laktazides Kraftausdauertraining in Intervallen, da dies zum Einen als die geeignetste Ergänzung zu unserem übrigen Sport erscheint und zum Anderen, da schweres Maximalkraftbouldern v.a. die Fingergelenke sehr stark traumatisiert (wenn nicht sogar zerstört...) und daher für einen dauerhaften Einsatz nicht in Frage kommt.
Gelegentlich überprüfen wir den aktuellen Leistungsstand anhand maximaler Ausdauerboulder an positiven Griffen. Wie solche aussehen, zeigen diese beiden Videos, viel Spaß damit:


30.01.2011 - vordere Seekarwand [Skitour]

Unsere heutige Skitour führte uns nach Gosau, nämlich zum Parkplatz am vorderen Gosausee, der zu dieser Jahreszeit sehr wenig frequentiert zu sein scheint. Wir hatten uns eine Tour vorgenommen, für die wir uns bereits seit einer Weile interessierten, nämlich die hintere Seekarwand. Es kam jedoch ein wenig anders, als geplant.
Wir folgten dem Weg am linken Ufer einige hundert Meter weit, bis zur beschilderten Abzweigung zur Ebenalm und hielten uns entlang der Forststraße, welche in Kehren moderat ansteigend verläuft. Wenig weiter bogen wir vor einer Wildfütterungsstelle links in den Wald ein und folgten den Spuren in Spitzkehren und mitunter auch einigermaßen steil hinauf. Allmählich kamen wir merklich vom mitgebrachten GPS-Track ab, hatten jedoch keine Lust darauf, weglos ins Gelände einzuqueren um an demselben festzuhalten. Nachdem wir die Ebenalm passiert hatten und den Spuren weiter gefolgt waren, stießen wir auch wieder auf unseren Track, um ihn jedoch bald wieder nach links ausquerend zu verlassen. Der folgende Aufstieg darf getrost als unbequem bezeichnet werden, da stellenweise sehr steil, gelegentlich mühsam durch dichtes Astwerk und zudem in vielen Spitzkehren verlaufend. Dass wir uns fernab des Tracks bewegten, war mittlerweile selbstverständlich. Nach geraumer Zeit, mittlerweile auf einer Art Schulter angekommen, drehte die Spur allmählich in Richtung GPS-Track und es keimte die Hoffnung, zuletzt doch noch unser geplantes Ziel zu erreichen. Am Endpunkt der Spuren angekommen, wähnten wir uns auch am Ziel, nämlich am Gipfel der hinteren Seekarwand, stellten jedoch später Zuhause fest, dass es sich tatsächlich um die vordere Seekarwand handelte. Diese ist geringfügig niedriger und auch etwas näher am Ausgangspunkt gelegen, indem jedoch ohnehin keine Spuren zur hinteren Seekarwand vorhanden zu sein schienen, ließen wir es auch dabei bewenden.
Die folgende Abfahrt vom latschenbewachsenen Plateau, sowie durch den dichten Wald weiter unten verlief zum Glück fernab der Aufstiegsspuren, kann jedoch aufgrund des enormen Holzaufkommens, sowie auch der etwas unbequemen Schneeverhältnisse (knapp ausreichende Schneedicke für das Gelände, teils etwas sulziger Schnee der mitunter die Ski von den Schuhen zog) nicht uneingeschränkt als genussvoll bezeichnet werden.
Die vordere Seekarwand (womöglich unterscheidet der Weg von/auf die hintere sich…) punktet zwar weder mit einem gemütlichen Aufstieg, noch mit lustvoller Abfahrt, dafür mit grandiosem Ambiente. Die vorrangige Stärke der Tour ist das umwerfende Panorama, da man praktisch die ganze Zeit über mit Blick auf Gosaukamm und später Dachstein unterwegs ist. Außerdem dürfte es sich um kein häufig besuchtes Ziel handeln und man befindet sich (zumindest wenn außerhalb des schattigen Waldes) von spät morgens bis spät nachmittags auch noch in der Sonne. Nicht zuletzt aufgrund des hervorragenden Wetters mit wolkenlosem Himmel bei kaum Wind, handelte es sich gesamt gesehen auch um eine ausgesprochen schöne Tour, die mit knapp 900Hm und etwas mehr als 14Km Wegstrecke auch eine etwas längere Anfahrt rechtfertigt.




 

27.01.2011 - Labenberg [Skitour]

Trotz einer bestenfalls als durchschnittlich zu bezeichnender Wettervorhersage stand heute angesichts der großzügigen Schneemengen, sowie der Tatsache, dass wir beruflich in dieser Richtung zu tun hatten, eine Skitour auf der Postalm auf dem Plan. Der Parkplatz am Ende der 12Km langen, gebührenpflichtigen, dafür aber perfekt geräumte Mautstraße war weitgehend leer, was uns in Anbetracht der enorm dichten Bewölkung, sowie des vorherrschenden Nebels nicht weiter verwunderte. Indem die letzte Tour jedoch bereits eine Weile zurückliegt und wir zudem mit ordentlichem Schnee rechneten, störte uns dies nicht weiter, außerdem waren die Temperaturen moderat (knapp unter 0°) und es war annähernd windstill.
Wir stiegen die ersten Hm am Lienbachhof vorbei über die Pisten auf und folgten Schildern und der präparierten Loipe in Richtung Pitschenberg (..manchmal auch Pitscherberg…) und Labenberg, da wir zunächst vorgehabt hatten, beide Gipfel zu besuchen. Bald zeigte sich jedoch, dass lediglich eine Spur zum Labenberg angelegt war und zumindest drei Gründe dagegen sprachen, uns selbst mit der Spurarbeit zum Pitschenberg abzumühen: 1. tiefer Pulverschnee, in dem die Stöcke wiederholt bis zum Griff versanken… 2. v.a. im oberen Teil eingeschränkte Sichtweite auf <10m… 3. wir waren praktisch gebietsunkundig, abgesehen von einer Wanderung auf beide Gipfel im Sommer, auf völlig anderen Wegen… Die Konsequenz daraus: Wir ließen es beim Besuch des Labenberg bewenden.
Der Gipfelhang desselben macht auch den Großteil, sowie den hauptsächlichen Anreiz der Tour aus. Dieser umfasst immerhin ~300Hm, dazu praktisch baumfrei und ohne relevante oder gar störende Geländestufen o.ä. Leider blieben die Sichtverhältnisse äußerst bescheiden, weshalb wir etwas angestrengt darauf achten mussten, die Aufstiegsspur nicht völlig zu verlieren, dennoch war es eine sehr schöne Abfahrt.
Bei besserer Sicht und womöglich sogar vorhandener Spur dorthin, zahlt es sich bestimmt aus, auch den Pitschenberg aufzusuchen, da die Tour sich in der heute absolvierten Form auf gut 500Hm, sowie etwa 8,5Km Wegstrecke beschränkt, also eine entsprechende Erweiterung gut vertragen könnte. Wenn man davon ausgeht, dass die Abfahrt vom Pitschenberg ähnlich schön ist, wie die vom Labenberg, lohnt der Besuch des Nachbargipfels sich umso mehr.


16.01.2011 - Hochsalm

Schönwetter, Schneeschmelze, sowie die Möglichkeit auch ohne Ski, bzw. Schneeschuhe aufbrechen zu können, führten uns heute zur Enzenbachmühle in Grünau. Der wohlbekannte Hochsalm ist für uns nicht nur gut erreichbar, es handelt sich auch um eine nette Tour von moderater Länge die dazu noch bei ungewissen Witterungsverhältnissen nicht besonders heikel ist. Aufgrund von 800m Höhenunterschied, sowie etwas weniger als 9Km Wegstrecke, brachen wir erst im Laufe des Vormittags auf. Der Aufstieg ist zwar mit 2,5h beschildert, ohne eilig unterwegs gewesen zu sein waren wir nach dieser Zeit jedoch bereits wieder am Parkplatz.
Der Aufstieg von der Enzenbachmühle liegt südseitig, dennoch v.a. im unteren Teil recht schattig, aufgrund der schluchtartigen Lage. Obwohl wir bereits von starker Schneeschmelze ausgegangen waren, überraschten uns die Verhältnisse nicht schlecht, da der gesamte Aufstieg mit unwesentlichem Schneekontakt verlief, lediglich im oberen Teil erfolgte dieser in Form mittelgroßer Schneeflecken, deren Beschaffenheit von hartgefroren (..man konnte bequem darüber hinweggehen..) bis hin zu völlig sulzig (..man sank bis zum Boden ein…) reichte. Das Panorama zeigte zwar, dass der Schnee nicht überall derart stark dezimiert worden war, der Hochsalm ist jedoch derzeit praktisch als schneefrei zu betrachten.
Insgesamt ist die Tour auf den Hochsalm nicht nur aufgrund derzeitiger Verhältnisse aktuell zu empfehlen, da ein ausgesprochen schöner Waldanstieg geboten wird, der ordentlich angelegt auf einen sehr aussichtsreichen Voralpengipfel führt. Zudem dürfte es sich zumindest außerhalb der Saison um keinen überlaufenen Berg handeln, zumindest waren uns während unserer bislang insgesamt drei Besuche keine größeren Besuchergruppen untergekommen.