14.02.2013 - Hintersteineralm [Eisklettern]

Wir hatten gehört, dass die Eisverhältnisse im Bereich Pyhrnpass/Hintersteineralm derzeit gar nicht so schlecht sein sollen und haben dem Gebiet daher gleich eine Chance gegeben. Eisklettern interessiert uns im Moment ohnehin sehr und weit entfernt oder umständlich zu erreichen ist die Gegend für uns auch nicht. Da der Wetterbericht für heute auch Temperaturen um den Gefrierpunkt und lokal sogar ein paar Sonnenfenster versprochen hatte, machten wir uns am späteren Vormittag auf den Weg und trafen etwa zur Mittagszeit am Parkplatz beim Schranken unterhalb der Hintersteineralm ein.
Die Straße war nicht geräumt, eine festgetretene Spur vorhanden, weshalb wir gleich mit Steigeisen aufgebrochen sind. Unserer Beschreibung folgend, fanden wir die Schlucht ohne Probleme, mussten jedoch eine Weile laborieren, ehe wir den richtigen Abseilpunkt gefunden hatten. Summa summarum trafen wir ihn erst beim dritten Versuch ideal -_- und hatten davor einige Kubikmeter Schnee umsonst beiseite geschaufelt. Irgendwie war das aber trotzdem eine witzige Erfahrung und so bekamen wir gleich einen ungefähren Eindruck vom Schneeprofil […]. Insgesamt machten sich die großen Schneemengen ein wenig störend bemerkbar und wir mussten ziemlich viel Schnee wegschaufeln/wegtreten, ehe wir einigermaßen ungestört abseilen konnten und nicht davon ausgehen mussten, von oben unnötige Spindrifts abzubekommen.
Von unten war das Gelände auch gleich wesentlich besser zu beurteilen und für zukünftige Besuche sollte uns nun klar sein, welche Abseilpunkte am sinnvollsten sind. Das Eis selbst war zwar in ausreichender Menge vorhanden, allerdings oberflächlich etwas morsch und auch ein wenig überspült. Nachdem wir uns ausreichend bombardiert hatten und sämtliche Handschuhe durchnässt waren, ließen wir es für heute gut sein. Immerhin war es zum Glück nicht so kalt wie kürzlich in Kolm-Saigurn und die klammen Hände bald wieder aufgetaut. Inklusive dem Geschaufel im Vorfeld und der Suche nach günstigen Abseilstellen waren auch gleich einige Stunden zusammen gekommen ._. und wir kehrten zum Parkplatz zurück. Dort konnten wir uns im Gespräch mit einem netten Local auch gleich über die übrigen Verhältnisse vor Ort unterhalten (derzeit bescheiden… wir hatten davon gehört…) und beschlossen diesen schönen Nachmittag.
Wir werden bestimmt wieder zum Eisklettern auf die Hintersteineralm zurückkommen, immerhin ist die Erreichbarkeit top und das Gebiet offenbar auch nicht besonders heikel, was die Verhältnisse angeht. Was uns persönlich betrifft, wünschen wir uns für die Zukunft allerdings etwas festeres Eis und weniger Schnee. Dann macht das Klettern noch mehr Spaß und wir müssen im Vorfeld weniger schaufeln und stapfen.








03.02.2013 - Comic [Skiservice]

So geschehen, als wir den letzten Skiservice beim Fachhändler unseres (schwindenden...) Vertrauens zu Beginn der Saison durchführen ließen. Ähnlichkeiten mit existierenden Unternehmen sind rein beabsichtigt.
Was man daraus lernen sollte? Wenn schon keinen Wechsel der Servicestation, dann wohl zumindest, die erbrachten Leistungen allesamt (!) umgehend vor Ort zu überprüfen.


30.01.2013 - Comic [Eisklettern, Graben1]

So (oder zumindest ähnlich) hat es sich kürzlich in Rauris im 'Graben 1' abgespielt. Die Motivation war zunächst groß, die Kälte ebenfalls. Und das anschließende Auftauen hat eine ganze Weile in Anspruch genommen:


25.01. - 27.01.2013 - Fortbildung: 'Wasserfall-Eisklettern'

Endlich war es so weit: Eisklettern in Kolm-Saigurn ^_^ und zwar im Rahmen der Fortbildung 'Wasserfall-Eisklettern der Team-Alpin Akademie. Darauf hatten wir uns schon ca. ein Jahr gefreut. Am 25. trafen wir spät vormittags am Treffpunkt im Rauristal ein und es folgte der kollektive Menschen- und Materialtransport hinauf zur Sonnblickbasis. Und wir hatten schon befürchtet, das Zeug zu Fuß schleppen zu müssen… o.O
Vor uns lagen drei Tage mit relativ dichtem Programm, an denen natürlich das Klettern selbst im Vordergrund stand. Das Wetter war meist gut, allerdings am zweiten Tag im 'Graben 1' schweinekalt ~_~' und wir brauchten eine ganze Weile, um aufzutauen. Ca. -15° stecken wir in einem Winter, in dem wir noch genau 0 (Null!) Touren unternommen haben, offenbar nicht so locker weg. Sprödes Eis war der Nebeneffekt. Zum Glück war der abschließende Tag nicht ganz so kalt, es machte sich jedoch in der Gruppe allmählich Müdigkeit bemerkbar und wir stellten selbst fest, dass die Kombination: (neue Disziplin) + (große Kälte) + (überhaupt sehr anstrengend) ihren Tribut fordert. Auf uns warten nun ein paar Tage Erholung… +_+
Die Veranstaltung selbst war in jedem Fall eine tolle Angelegenheit und wir haben wieder einmal viel gelernt. Sowohl theoretisch wie v.a. praktisch, was uns beim Eisklettern ganz besonders wichtig ist, da es 1. für uns noch recht neu und 2. ohnehin relativ risikobehaftet ist. Eine solide Grundlage ist gefragt. Da ist es von Vorteil, dass unsere Schlag- und Steigtechnik aufgebessert wurde und wir auch das Setzen von Schrauben, sowie das Bohren/Fädeln von Sanduhren unter Begutachtung üben konnten. Fragen hatten wir nämlich einige und beantwortet wurden sie alle. Autonomen Eisklettertouren stehen wir nun mit einem wesentlich besseren Gefühl gegenüber, bei denen wir davor noch unsicher gewesen wären. ._.
Abschließend möchten wir unser großartiges Team von Ausbildnern grüßen, namentlich Martin (Edlinger), Dieter (Schimanek) und Roland (Groll), die uns nicht nur viel beigebracht haben, sondern mit denen wir auch viel Spaß hatten.









29.12.2012 - Hundeschlittenfahrt

Da unser Blog derzeit ohnehin regelrecht verhungert (wir sind im Moment überwiegend in Kletter- und Boulderhallen anzutreffen; soviel zum Alpinismus…), widmen wir uns dieses Mal einer weitläufig verwandten Materie.
Das Thema Huskies/Hundeschlitten fasziniert und interessiert uns schon seit Langem, abgesehen von Berichten im Fernsehen hatten wir damit jedoch keinerlei Erfahrungen gesammelt. Bis heute. Denn ein Weihnachtsgeschenk führte uns in den Bömerwald, genauer, nach Aigen im Mühlkreis. Dort befindet sich nämlich die 'Mountain Wolf Farm', auf der wir unseren Schnuppertag samt Hundeschlittenfahrt verbrachten. Nach ausführlicher Einführung durch das nette und kompetente Team ging es daran, die Hunde kennen zu lernen. Man begegnet diesen aufgeschlossenen und eindrucksvollen Tieren, bei denen es sich nun einmal um keine Showdogs handelt, auch mit gehörigem Respekt. Denn man stellt bald fest, dass es sich, so ungefährlich Schlittenhunde für den Menschen auch sein mögen, keineswegs um Schoßhunde handelt. Innerhalb des Rudels herrscht eine strenge Hierarchie, die vehement aufrechterhalten wird. Uns faszinierte besonders, wie gut die unterschiedlichen Charakterzüge und Persönlichkeiten dieser stolzen und freundlichen Tiere zu erkennen waren. Rasch findet man sich ein und stellt einen Bezug zu den Hunden her.
Danach ging es daran, die ausgewählten Tiere vor die Schlitten zu spannen und man möchte nicht glauben, welche Kraft ein einzelner Hund aufzubringen in der Lage ist. Während das Temperament von Hund zu Hund stark unterschiedlich ist, ist allen eines gemein: geballte Kraft und unbändige Energie. Wenn man auf seinem Schlitten steht, der Konvoi sich vorne in Bewegung setzt und die Hunde damit beginnen, an den Leinen zu reißen, während man noch auf der Bremse steht, spürt man schon eine gewisse Ernsthaftigkeit der Situation. Die folgende Runde, die trotz geringer Schneelage durchführbar war, fordert von uns Fahrern auch deutlich mehr, als wir vermutet hatten. Man ist vollauf damit beschäftigt, die Bremse richtig dosiert einzusetzen, bergauf mitzulaufen, den Schlitten möglichst auf Kurs zu halten, während die Hunde ganz einfach Gas geben. Unfassbar, welche Zugenergie diese Tiere aufzubringen vermögen; wir waren schwer beeindruckt. Rund 250kg Zugkraft pro Huskie sprechen jedoch Bände.
Die 1,5 Km für die Schnupperrunde erscheinen als Zahl gering, sind jedoch für den ersten Versuch ausreichend. Wir staunten nicht schlecht, wie anstrengend eine solche Fahrt tatsächlich ist und haben seither auch gehörigen Respekt vor den Leistungen der Musher. Danach wurden die Hunde zurückgebracht, wir konnte sie noch einmal in den Gehegen besuchen und auch bei der Fütterung der dreiwöchigen Wolfsbabies zusehen. Als es dann Zeit wurde, aufzubrechen, mochten wir uns gar nicht so schnell von den lieb gewonnenen Begleitern trennen und verabschiedeten uns noch einmal speziell von unseren Zugtieren, die uns dieses Erlebnis ermöglicht hatten.
Insgesamt war es ein wunderschöner und ausgefüllter Tag gewesen, auch noch mit perfektem Wetter und unvergesslich. Unser Bild von Schlittenhunden, sowie den Mushern hat sich dadurch auch gehörig verändert und den Respekt vor sämtlichen Beteiligten noch einmal deutlich gesteigert. Dass es sich um ein besonders faszinierendes Thema handelt, war uns bereits klar gewesen, wie eindrucksvoll es jedoch in Wirklichkeit ist, damit hatten wir nicht gerechnet. Wir möchten uns auf jeden Fall auch weiter damit beschäftigen und nehmen uns vor, dass es nicht bei dieser Schnupperfahrt bleiben soll und wir die 'Mountain Wolf Farm' in Zukunft wieder besuchen werden.





02.12.2012 - Fun-Boulder Wels

Heute fand wieder einmal der sogenannte 'Fun-Boulder' in der Welser Kletterhalle statt. Dieser Boulderwettkampf hat in der Welser Halle mittlerweile schon Tradition, für uns hat es jedoch dieses Jahr zum ersten Mal gepasst, dass wir selbst daran teilnehmen. Wir hatten zwar nicht extra dafür trainiert, indem aber das Wetter schon das ganze Jahr über ziemlich durchwachsen war, starteten wir heuer die Hallensaison recht früh und fühlten uns daher auch relativ gut in Form, was Kunstgriffe betrifft.
Das Starterfeld der Erwachsenen war auch gut überschaubar, darunter einige Freunde und Bekannte, sodass sich eine sehr entspannte Atmosphäre einstellte. Problematisch war hingegen, dass zeitgleich auch Kinder und Jugendliche starteten, die zahlenmäßig stärker vertreten waren und auch noch zahlreiche Anhängsel in Form von Betreuern (o.ä.) mitbrachten. Damit waren Platzprobleme vorprogrammiert und nicht selten kam es zu Wartezeiten vor einzelnen Bouldern. Eine entsprechende Trennung von Kindern und Erwachsenen (z.B. Vor-/Nachmittag, oder Samstag/Sonntag) würde sich hier anbieten. Denn das Teilnehmerfeld scheint im Lauf der Zeit zwar zu wachsen, die Räumlichkeiten aber eben nicht.
Dennoch war es eine interessante Veranstaltung, die uns viel Spaß gemacht hat und dazu waren wir auch noch mit unseren Platzierungen zufrieden. Einen großen Dank bei der Gelegenheit an das Team der Kletterhalle für die gesamte Organisation und Durchführung, sowie an Julian Brandstätter, der die Boulder gesetzt hat.

21.11.2012 - Ewige Wand [Reise durchs gelobte Land/alt. Ausstieg, 6a+]

Weiterhin klettertaugliches Wetter, immer vorausgesetzt, man sucht sich die entsprechende Gegend aus, ermöglichte uns heute wieder einen Besuch in Bad Goisern. Wie üblich stiegen wir ab Berggasthof Predigstuhl zu, dieses Mal jedoch etwas kürzer, da unser Ziel die Ewige Wand war. Genauer, die 'Reise durchs gelobte Land'.
Diese ausgesprochen schöne Tour sind wir in der Vergangenheit schon mehrmals geklettert, und sie gefällt uns immer wieder ganz besonders gut. Dieses Mal hatten wir uns jedoch den linken (alternativen) Ausstieg vorgenommen, mit 7- bewertet und damit schon deutlich schwieriger als die Originalroute. Nach den ersten drei Seillängen muss man für den linken Ausstieg etwas höher an einem Bügel Stand beziehen (in Sichtweite des Originalstandplatzes). Es folgt eine technisch anspruchsvolle Plattenquerung, danach ein steiler, plattiger Aufschwung. Auch die Haken erscheinen hier weniger dicht gesetzt. Die abschließende, kurze Ausstiegslänge ist unschwierig, jedoch zuletzt erdig und mitunter findet man ein paar lose Steine vor, hier gilt es rücksichtsvoll zu klettern.
Auch der linke Ausstieg der 'Reise' ist ausgesprochen empfehlenswert und besonders schön, dazu auch noch ein wenig knifflig. Die Schwierigkeiten sind mit dem Originalausstieg natürlich nicht zu vergleichen und man sollte sich schon bewusst sein, dass man entsprechend mehr gefordert wird. Bei der Gelegenheit wollen wir uns wieder einmal bei Christian für seine Bemühungen und seine tollen Touren bedanken. Wir wissen den Aufwand und die Arbeit, die hinter solchen Projekten steht, wirklich zu schätzen.
Wir waren zwar erst nach Mittag zugestiegen, aber zügig geklettert, weshalb wir noch genug Zeit hatten, eine Weile an den Ausstiegen in der Sonne zu rasten und die Aussicht zu betrachten. Erst als die Sonne allmählich unterging, stiegen wir ab. Wir waren ausgesprochen froh darüber, den Tag so schön verbracht zu haben und hoffen weiterhin, dass sich heuer noch ein paar Unternehmungen wie diese unterbringen lassen.